31. 12. 2012

Auch in Ihrer Nachbarschaft? Mehr als 80 Silvesterparties in der Region!

http://fudder.de/artikel/2012/12/07/alle-silvesterpartys-von-freiburg-bis-basel-am-31122012/

 

23. 12. 2012

Der Sonntag, S. 6:
Bericht über das "Brummton"-Phänomen in Freiburg mit Verweis auf FILZ.

 

14 12. 2012

„Ein [...] etwa 170 m vom ‚WaldHaus‘ entfernt wohnender Nachbar hatte gegen die Stadt Freiburg als Baugenehmigungsbehörde geklagt und die Aufhebung der Baugenehmigungen beantragt. Er sah sich unter anderem durch die im „WaldHaus“ stattfindenden Hochzeits-, Geburtstags- und Partyveranstaltungen und Musikkonzerte sowie durch Aktionen von Schülern in der Holzwerkstatt in seiner Wohnruhe beeinträchtigt und war der Meinung, diese Nutzungen wären von den Baugenehmigungen umfasst. […] Da die den klagenden Nachbarn störenden Veranstaltungen mithin nicht durch die Baugenehmigungen erlaubt würden, könne er jedenfalls nicht durch diese Genehmigungen in seinen Rechten verletzt sein. Seine gegen diese Genehmigungen gerichtete Klage sei daher abzuweisen.“

Damit ist freilich nicht entschieden, ob der Kläger die Ruhestörungen tatsächlich hinnehmen muss.

http://vgfreiburg.de/servlet/PB/menu/1280898/index.html?ROOT=1192792

 

 

14 12. 2012


http://fudder.de/artikel/2012/12/14/keine-sea-of-love-2013-koko-zieht-sich-aus-dem-festival-zurueck/

Aber: "Die KOKO Festival GmbH ist jedoch an anderer Stelle im Großraum Freiburg bereits fündig geworden und plant für 2014 ein Festival mit ähnlicher Ausrichtung unter anderem Namen."

 

13. 12. 2012

Im Kommentar des Freiburger Stadtkurier befürwortet auch Stefan Ummenhofer einen kommunalen Ordnungsdienst.

 

12. 12. 2012

Um 18.10 übertrug das Universitätsradio echoFM ein Interview mit unserem Vorsitzenden Dr. Klaus Miehling.

http://www.echo-fm.uni-freiburg.de/news/archiv/live-archiv

 

6. 12. 2012

Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Freiburger Bürgervereine Ernst Lavori "fordert eine verstärkte Kriminalprävention sowie einen kommunalen Ordnungsdienst." (Freiburger Stadtkurier, S. 8)

 

29. 11. 2012

Vermietungen für private nächtliche Festveranstaltungen im "WaldHaus" sind nicht erlaubt:

"Die der 'Stiftung Waldhaus' erteilten Baugenehmigungen für die Errichtung und den Betrieb der waldpädagogischen Einrichtung und der ihr zugeordneten Holzwerkstatt 'WaldHaus Freiburg' in der Wonnhaldestraße verletzen keine Nachbarrechte. Dies entschied das Verwaltungsgericht Freiburg. [...] Es kam zum Ergebnis, die Baugenehmigung für das 'WaldHaus' umfasse nicht - mögliche und in der Vergangenheit tatsächlich von der Stiftung auch praktizierte - Vermietungen für private nächtliche Festveranstaltungen [...] Da die den klagenden Nachbarn störenden Veranstaltungen mithin nicht durch die Baugenehmigungen erlaubt würden, könne er jedenfalls nicht durch diese Genehmigungen in seinen Rechten verletzt sein. Seine gegen diese Genehmigungen gerichtete Klage sei daher abzuweisen."

http://www.kostenlose-urteile.de/VG-Freiburg_4-K-25312_Baugenehmigung-fuer-waldpaedagogische-Einrichtung-WaldHaus-Freiburg-verletzt-keine-Nachbarrechte.news14885.htm

 

November 2012

Club verstößt gegen Bebauungsplan:

Dass der Gemeinderat in Zeiten, in denen Altstadt-Anwohner über Lärmbelästigungen klagen und der Leiter des Innenstadt-Polizeireviers das Freiburger Nachtleben als für die Polizei kaum zu bewältigen beschreibt, für eine Innenstadt-Diskothek einen Bebauungsplan ändert, scheint fraglich.“ – Hoffen wir es!

http://fudder.de/artikel/2012/11/02/qu-verstoesst-gegen-den-bebauungsplan-doch-kein-club-im-quartier-unterlinden/

 

7. 11. 2012

Anfrage der Freien Wähler an den Oberbürgermeister: "Tieffrequenter Lärm - basierend auf der E-Mail der Freiburger Initiative gegen Lärm und Zwangsbeschallung (FILZ) am 05.10.2012"

http://www.freie-waehler-freiburg.de/fraktion/aktuelles/alle-news/news/article/anfrage-an-den-oberbuergermeister-tieffrequenter-laerm-basierend-auf-der-e-mail-der-freiburger-in.html

 

31. 10. 2012

Die Diskothek Kamikaze schließt in einem Monat:

„Es bleibt abzuwarten, ob Oberlinden überhaupt Standort für eine Diskothek bleiben kann: der Gemeinderat will noch in diesem Jahr ein Lärmkonzept für die Innenstadt erarbeiten; ein solches  könnte zum Beispiel Zonen in der Altstadt definieren, in denen grundsätzlich keine Diskotheken oder Clubs betrieben werden dürfen.“

http://fudder.de/artikel/2012/10/29/closing-party-am-24-november-der-letzte-monat-im-klub-kamikaze/

Dank "Halloween" sind heute wieder etliche ruhestörende Feiern zu befürchten.

 

Oktober 2012 

Wie eine Anwohnerin aus Freiburg-Zähringen berichtet, finden im dortigen Gewerbegebiet rund um die Uhr genehmigte "Güterverladungen" der Bahn statt, die sie um den Schlaf bringen. Die Polizei sagt, das müsse man als Anwohner hinnehmen. Die Bahn antwortet auf diesbezügliche Beschwerden nicht.

 

15. 10. 2012

„Gerät das Freiburger Nachtleben außer Kontrolle?“

http://fudder.de/artikel/2012/10/15/debatte-geraet-das-freiburger-nachtleben-ausser-kontrolle/

 

3. 10. 2012 

Schreiben an die Stadt Freiburg und an das Land Baden-Württemberg:

tieffrequenter Lärm unklarer Ursache

Sehr geehrte Damen und Herren,

neben dem Freizeitlärm scheint auch tieffrequenter Lärm unklarer Ursache in Freiburg zugenommen zu haben. Er tritt vor allem nachts in Erscheinung, da er tagsüber oft vom allgemein höheren Geräuschpegel verdeckt wird. Trotz der geringen Lautstärke ist das Brummen und Dröhnen, das auch mit spürbaren Vibrationen verbunden sein kann, ein großes Problem, da es Schlafstörungen verursacht, mit den entsprechenden Folgen für das Befinden am Tage, was wiederum die Produktivität verringert und das Unfallrisiko erhöht. Gegen derart tiefe Frequenzen sind auch Ohrenstöpsel wirkungslos.

Eines unserer Mitglieder, wohnhaft in der Stuttgarter Str., berichtet:

„Ich wohne seit über 8 Jahren hier in Zähringen, aber das ‚Brummton-Phänomen‘ gibt es erst seit ca 4 Jahren in maßen und seit 1 Jahr massiv!

Meine Eltern wohnen in der Nähe der Bischofslinde . . . bis vor einigen Monaten war es dort komplett ruhig. Erst seit sie an der Berliner Allee das ‚neue Freiburger Alcatraz‘ [große Wohnhäuser] gebaut haben, nehmen sie plötzlich auch einen ‚Brummton‘ wahr.“

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass solche Phänomene in meiner vorigen Wohnung am Innenstadtrand außerordentlich häufig auftraten und gelegentlich sogar in meiner jetzigen Wohnung in der Mittelwiehre zu hören sind.

Wir möchten deshalb eine Untersuchung zu diesem Problem anregen. Die Stadt bzw. das Land könnte über die Presse Betroffene suchen und sie den Lärm über einen längeren Zeitraum hinweg protokollieren lassen. Dies könnte dazu beitragen, den jeweiligen Ursachen auf die Spur zu kommen. Unser oben zitiertes Mitglied vermutet, dass Blockheizkraftwerke eine davon sind.

Eine vergleichbare Untersuchung wurde bereits vor etwa zehn Jahren durchgeführt, aber die Anzahl der beteiligten Haushalte war sehr klein und das Ergebnis daher wenig aussagekräftig:

(http://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/355/)

Hier sind einige weitere Netzseiten zur Information:

Lärm durch Blockheizkraftwerk:

http://f3.webmart.de/f.cfm?id=234287&r=threadview&t=2938539&pg=1

Wirkung von Infraschall:

http://f3.webmart.de/f.cfm?id=234287&r=threadview&t=3524436&pg=1

Interessengemeinschaft zur Aufklärung des Brummtons:

http://www.igzab.de/

Forum:

http://brummtonforum.iphpbb3.com/forum/index.php?nxu=59552673nx47919

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Klaus Miehling

FILZ

 

11. -  27. 8. 2012 

Tag und Nacht Bauarbeiten der Bahn AG auf dem Gelände des alten Güterbahnhofes.

 

August 2012

Die Partei „Junges Freiburg“ löst sich auf:

http://fudder.de/artikel/2012/07/31/junges-freiburg-ein-nachruf/

Man hatte einmal im Wahlkampf ein „Recht auf Lärm für Jugendliche“ gefordert!

 

28. 7. 2012 

14.30 Uhr Trommelumzug vom Münsterplatz zum Stühlinger Kirchplatz; dort ab 15.30 Uhr "Drum Circle".

 

27. - 29. 7. 2012 

Seefest im Seepark; dabei "jede Menge Musik" (Wochenbericht).

 

 

25. 7. 2012

Überdurchschnittlich viele psychische Erkrankungen wie z.B. Depressionen gibt es in Freiburg, im Vergleich zum Landesdurchschnitt (Freiburger Wochenbericht, S. 17). Das ist nicht erstaunlich, angesichts der Lärmprobleme durch nächtliche Sauftouren und unzählige Feste und „Events“. Lärm macht bekanntlich krank, auch psychisch. Eine „Wohlfühlstadt“ ist Freiburg allenfalls für diejenigen, die hier unbehelligt feiern und Krach machen können.

 

21. 7. 2012 

Sommerfest des "Treffpunkt Freiburg". Auch wir werden mit einem Stand vertreten sein.

http://www.treffpunkt-freiburg.de/sommerfest_2012

 

20. - 22. 7. 2012  

4. Wiehremer Feuerwehrfest in der Urachstraße mit "Livemusik".

 

16. 7. 2012

"Tattoo-Parade:" "Um 11.30 Uhr starten mehrere hundert Blasmusiker, Dudelsackspieler und Trommler in landestypischen Uniformen auf dem Karlsplatz, um von dort über die Engelstraße, durch die Schiffstraße und Unterlinden, über den Rotteckring und durch die Bertoldstraße zum Konrad-Adenauerplatz, dem Vorplatz des Freiburger Konzerthauses, zu ziehen. Um 12.30 Uhr geben die Formationen auf dem Stühlinger Kirchplatz ein Schlusskonzert." (Stadtkurier, 12. 7. 2012, S. 11)

 

13. - 15. 7. 2012  

34. Herdermer Hock, jeweils bis 24 Uhr (!), verschiedene Musikgruppen.

 

12. 7. 2012

 

Thema „Lärm in der Innenstadt“ im Freiburger Stadtkurier:

Auf S. 1 die Kolumne „klar text “ von Katrin Hauf, mit der resignierenden Schlußbemerkung: „[...] nächsten Sommer gehen die Diskussionen von vorne los. Und jede Wette: In zehn Jahren ist dieser Kommentar genau so aktuell wie heute...“

Auf S. 2 „Nächtlicher Lärm bleibt Dauerthema“, wo die Stadträte Daniel Sander (CDU) und Eckart Friebis (Grüne) Partei für die Anwohner ergreifen.

 

8. 7. 2012  

Zwei Beiträge zum Thema Lärm in Der Sonntag:

Seite 1: "Ein Gutachten des TÜV hat diese Woche bestätigt, was den meisten Freiburgern ohnehin schon klar war: Die Anwohner der Innenstadt sind nachts von extremem Partylärm geplagt. Taugliche Lösungen sind weiterhin nicht in Sicht."

Seite 7: "Im Südschwarzwald haben Lärmgegner den Kampf gegen Motorradraser aufgenommen - nicht alle sind auf ihrer Seite."

http://img.der-sonntag.de/dso-epaper/pdf/DS_frs_08.07.2012.pdf

Zum ersten Artikel ein Leserbrief: 

Seit nunmehr neun Jahren engagiert sich unsere Initiative FILZ gegen den unzumutbaren Lärm in Freiburg und wird von der Stadt wie ein lästiger Querulant behandelt. 2005 haben wir unseren Aktionsplan „Freiburg gegen Lärm“ vorgelegt (einsehbar auf unserer Netzseite http://filz.de.to), ohne dass irgendeiner der Vorschläge umgesetzt worden wäre.

Ganz, ganz langsam („im Herbst in die Ausschüsse“) scheint sich endlich etwas zu bewegen. Aber warum so spät?

Widersprechen müssen wir der Meinung des TÜV, dass „selbst bei einer Schließung der örtlichen Lokale für die Anwohner keine spürbare Verbesserung zu erwarten“ wäre. Denn erstens bedeuten weniger Lokale auch weniger Publikumsverkehr auf der Straße, und zweitens wird der TÜV wohl kaum in den Wohnungen gemessen haben, die direkt über oder neben den Kneipen liegen und nachts von den dumpfen „Beats“ aus den Musikanlagen durchgeschüttelt werden.

Wir möchten schließlich darauf hinweisen, dass ein Anti-Lärm-Konzept alle Freiburger Lärmprobleme im Blick haben muss, also auch die zahlreichen Freiluftfestivitäten, den Nachbarschaftslärm, die „rollenden Diskotheken“, das Musikhören in Bus und Bahn et cetera.

Dr. Klaus Miehling

Freiburger Initiative gegen Lärm und Zwangsbeschallung

 

Zu diesem Thema auch:

http://fudder.de/artikel/2012/07/05/tuev-misst-in-freiburg-eine-laermbelastung-jenseits-aller-grenzwerte/

http://www.badische-zeitung.de/anwohner-drohen-freiburger-rathaus-mit-klage

mit interessanten Diskussionen.

 

 5. - 10. 7. 2012  

Weinfest auf dem Münsterplatz. "Auch für Livemusik ist in diesem Jahr wieder gesorgt." (Amtsblatt, 29. 6. 2012, S. 1)

 

30. 6. 2012 

Sommerfest auf der Habsburgerstraße. "Die Fahrzeuge bleiben außen vor und die lebenslustigen Besucher werden Musikern, Bands, Straßenkünstlern, Tänzern und sonstigen Darstellern begegnen [...]" (Kultur Joker, Juni 2012, S. 38)

und

Brombergstraßenfest ab 14.30 Uhr. "Um 17.30 Uhr singt der Chor 'Da CApo', ab 18.30 Uhr hat die Pop-Rockabilly-Blues-Cover-Band 'The Rusty Wagon' ihren Auftritt." (Wochenbericht, 27. 6. 2012, S. 5)

 

29. 6. - 1. 7. 2012 

Oberlindenhock: "Zum Auftakt [...] findet am Freitag um 19 Uhr der traditionelle Fassanstich vor dem Oberlindenbrunnen statt. [...] Im Anschluss gibt es, wie an allen drei Tagen, auf drei Bühnen beste Musik von verschiedenen Bands." (Wochenbericht, 27. 6. 2012)

Eines unserer Mitglieder schreibt dazu (29. 6.): "ich fuhr gerade, geg. 23h, an oberlindenhock vorbei, bzw. die straßenbahn schlich minutenlang dadurch, dröhnender lärm, in der stra-ba mehrere mehr oder weniger alkoholisierte mit ihren flaschen, es stank nach fusel." 

Wie schön, dass das "Amt für öffentliche Ordnung" solche kulturellen Ereignisse in unserer Stadt ermöglicht!

 

29. 6. 2012

auch im heutigen Amtsblatt steht ein Artikel zu den Festabsagen. Während der Wochenbericht Bürgermister Neideck dahingehend zitiert hatte, dass man auch beim Lärmschutz keine Abstriche mehr machen werde, heißt es nun: „weder beim Jugendschutz, noch bei der Sicherheit seinen Abstriche möglich; bestenfalls beim Lärmschutz habe das Amt einen Entscheidungsspielraum.“

Man erfährt dort auch, dass die Stadt jährlich „weit über 300 Veranstaltungen im öffentlichen Raum“ genehmigt; das relativiert die fünf Absagen erheblich.

„Lärmschutz“ wird wohl auch in Zukunft bedeuten: Schutz des Lärms vor dem akustischen Selbstbestimmungsrecht der Anwohner.

 

27. 6. 2012 

Leserbriefe zu „Rubsamen spricht von Kampagne“, Freiburger Wochenbericht vom 27. 6. 2012, S. 7

Sie zitieren Bürgermeister Neideck mit der Aussage, „die Leute seien beim Lärmschutz ‚heute viel empfindlicher als früher‘“. Doch die Leute sind nicht empfindlicher, sondern die Feste sind häufiger und lauter, die Feiernden rücksichtsloser geworden. Es ist nur folgerichtig, dass es dann auch mehr Beschwerden gibt.

Wir werden Herrn Neideck beim Wort nehmen, dass die Stadt in Zukunft „keine Abstriche beim Jugendschutz, der Sicherheit und dem Lärmschutz machen“ wird.

Dr. Klaus Miehling, Freiburger Initiative gegen Lärm und Zwangsbeschallung

 

Ich habe Zeiten erlebt, in denen die Leute unendlich viel "empfindlicher" waren als derzeit. Damals bekam man Ärger, sobald die Zimmerlautstärke überschritten wurde, oder war selbst so einsichtig, das zu unterlassen. Die technischen Möglichkeiten zur weiträumigen Beschallung ganzer Wohnquartiere gab es damals noch nicht, die Lärmbelästigung fand wenn, dann in viel geringeren Größenordnungen statt.

Seit einigen Jahren macht der Begriff "empfindlich" als tendenziell stigmatisierendes , fast schon Schimpfwort Karriere; für mich sehr befremdlich. Und wer sind eigentlich "die Leute", wer setzt hier die Maßstäbe?

Es gab in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Vokabel "verweichlicht"; es dürfte bekannt sein, wie diese dann ab spätestens 1933 verwendet wurde. Ist "zu empfindlich" die politisch korrektere Neuauflage in der Spaßgesellschaft ?

Die Lärmsituation in Freiburg sollte einmal von kompetenten Gutachtern wie Umweltmedizinern beurteilt werden. Vermutlich würden die feststellen, dass "die" ach so "empfindlichen" Leute an folter-ähnlicher Körperverletzung über Stunden und Tage ausgesetzt sind, durch dröhnende Auto-Lautsprecher, Baulärm u. v. a.


Franziska Gerhardt, 79115 Freiburg

 

26. 6. 2012 

Eines unserer Mitglieder hat wegen Nichteinschreitens der Polizei bei einer nächtlichen Ruhestörung Dienstaufsichtsbeschwerde eingelegt. Aus der Antwort des Leiters des Polizeireviers Freiburg-Süd (Hervorh. v. uns):

"Laut Angaben von Polizeikommissar Sonner befanden sich zu diesem Zeitpunkt ["gegen 3.40 Uhr"!] ca. 100 Personen vor Ort und es fand weiter ein Zulauf zu der Veranstaltung statt. Bei Veranstaltungen dieser Größenordnung ist aus polizeitaktischen Gründen sowie aus Gründen der Verhältnismäßigkeit eine Beseitigung der Störung - hier der Lärmbelästigung - nicht zu gewährleisten bzw. durchsetzbar. [...] Ein Fehlverhalten seitens der vor Ort einschreitenden Beamten kann ich jedoch nicht feststellen und gebe daher Ihrer Dienstaufsichtsbeschwerde nicht statt.

Mit freundlichen Grüßen

Winterer

Polizeioberrat"

Wir haben in dieser Angelegenheit bei der Stadtverwaltung und den Stadtratsfraktionen protestiert und dazu aufgefordert, "endlich der Gesundheit und Sicherheit der Bürger Priorität einzuräumen und unverzüglich die geeigneten Maßnahmen zu ergreifen, um Recht und Ordnung in dieser Stadt wieder durchzusetzen und herzustellen."

 

11. 6. 2012 

 22.45 Uhr, ARD:

„Die Story im Ersten: Lärm greift an. Die unterschätzte Umweltgefahr“

http://www.daserste.de/doku/beitrag_dyn~uid,o18901coqe51oska~cm.asp

Kommentar eines FILZ-Mitglieds:
„Ist euch schon aufgefallen, dass solche Sendungen erst dann kommen, wenn die meisten Bürger schon im Bett sind, weil sie am nächsten Tag um sechs aufstehen müssen um zur ‚Maloche‘ zu gehen und die andere ‚Fraktion‘ dann erst anfängt Party zu machen. Warum bringt man solche Sendungen nicht zu der Zeit, wenn alle sowieso vor der Glotze sitzen, heißt: Wochenende! Wenn das nicht bewusst gelenkt ist? Das hatten wir schon mal, nur unter anderen Vorzeichen!?“

 

 

 

9. 6. 2012  

 

"Der Streit um das Feiern“

 

„Den einen sind die Feste zu oft, zu laut, zu kommerziell, den anderen kann’s nie genug sein. Aufzulösen ist das nicht. Den Empfindsamen bleibt eigentlich nur, in ein stilles Schwarzwaldtal zu ziehen; und die Partylöwen müssen nach Berlin.“  

 

http://www.badische-zeitung.de/leben-heute/der-streit-um-das-feiern 

 

 

 

 

ab 8. 6. 2012

 

 

Hier wird es laut während der Fußball-EM:

http://fudder.de/artikel/2012/05/23/public-viewing-freiburg-hier-kannst-du-live-die-fussball-em-2012-schauen/ 

 

 

 

 

 

3. 6. 2012: Chaoten rufen zum Lärmterror in der Innenstadt am 6. Juni auf!

 

 

 

 

http://fudder.de/aktion/mitreden/forum/?view=single_thread&cat_uid=4&conf_uid=7&thread_uid=2625&page=22#p18954

 

 

 

 

3. 6. 2012

 

 

Haslach: Lärm durch geplantes Katastrophenschutzzentrum befürchtet:

http://www.badische-zeitung.de/leserbriefe-freiburg/leserbriefe-xxedu6eyx

Musiker wünscht sich für Freiburg "Rockkonzerte mitten in der Stadt bis weit nach Mitternacht an drei Tagen in Folge":

http://www.badische-zeitung.de/leserbriefe-freiburg/eine-stadt-braucht-auch-raeume-fuer-festkultur-und-dafuer-wachsende-toleranz?r=245#last-comment

 
 

 

1. 6. 2012

 

 

 

Die Freien Wähler bedauern im Amtsblatt (S. 2) die Absage der ruhestörenden Veranstaltungen:

„Dass die Verantwortlichen in Freiburg aber wohl ‚über das Ziel hinausschießen‘, darf aus der Vielzahl [drei?!] der Eventsabsagen gefolgert werden. […] Es sollte auch der Gemeinderat mit einbezogen werden, der für eine weltoffene und tolerante Stadt mit besonderen [sic] Festkultur eintreten wird.“

Wir sind ab heute auch bei Facebook präsent und haben dort einen ersten Kommentar erhalten:

 

 

 

Nach zahllosen Besuchen in Freiburger Cafés muss ich festhalten, dass inzwischen nahezu überall dem Gast das Gehirn weggewummert und weggebombt wird. Nicht einmal mehr eine Zeitung lässt sich konzentriert lesen.
Die Gehirnwäsche ist in Freiburg inzwischen eine flächendeckende Einrichtung. Das ganze verbirgt sich hinter dem Begriff "Spaßgesellschaft". Und wer sich nicht freiwillig zu "Spaß=Radau" bekennen mag, muss halt dazu gezwungen werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

30. 5. 2012

 

 

Beschwerde aus Zähringen:

"Jetzt wo es wärmer wird, gehen wieder die unsäglichen 'Balkon-Feten' los, die bis in die Morgenstunden andauern. . . und da scheinen auch die meisten taub zu sein bzw. sich taub zu stellen. . ."

 

 

 

 

 

29. 5. 2012

 

 

Beschwerde aus Haslach:

"dass hier rollende discos unterwegs sind, insbes. bei schönem wetter an feiertagen, ist ja nichts neues. gestern allerdings steigerte sich dies zu einem ausmaß, wie es wohl kaum vorstellbar ist für diejenigen, die es nicht mitbekommen haben. ab dem  vormittag bis in den abend hineinununterbrochen weithin dröhnende bässe, die fast das ganze terrain vibrieren ließen, am späteren abend weniger häufig, aber bis in die nacht hinein dröhnte es.

was die stadt frb. einem hier zumutet, ist m. e. kriminell."

 

 

 

 

 

26. 5. 2012

 

 

Beschwerde aus Haslach:

„insbesondere seit es hier schönes wetter ist wird der lärm durch die rollenden discos wieder unerträglich. ab mittags/nachmittags beständig dumpfe, dröhnende bässe, dazwischen lautes schlagergeplärr, oft orientalisch anmutend, oder rap. vorhin ein krankenwagen des drk mit wummernden bässen!

das bescheidene vergnügen eines sommernachmittags auf dem balkon unmöglich!“

 

20. 5. 2012   

 

 

 

 

 

Artikel in Der Sonntag: "Eine Wohlfühlstadt in der Feier-Krise"

 

 

„ [...] Man gehe auch auf die Ausrichter zu und tue im Prinzip alles, damit Feste stattfinden könnne, meint [Pressesprecherin] Lamersdorf und listet von Zeltmusikfestival über diverse Weinfeste bis zum ‚Sea of Love‘ unter neuer Leitung einige ‚von Hunderten Festen‘ auf, die ja nach wie vor stattfänden.“ […] ‚In Freiburg ist das Leben in den letzten 20 Jahren explodiert‘, sagt [Hauptgeschäftsführer der WRF] Dallmann. ‚Doch ist es nicht bald genug, was wir jetzt haben? Brauchen wir immer neue Massenaufläufe? Das sollte offen diskutiert werden.‘“ 

 

 

 

 

 

16. 5. 2012 

 

 

2012 wird ein ruhigeres Jahr:

http://fudder.de/artikel/2012/05/14/und-noch-eine-absage-schlossbergfest-findet-2012-nicht-statt/

http://fudder.de/artikel/2012/05/11/keine-downtown-streetparty-2012/

http://fudder.de/artikel/2012/05/16/gemeinderat-soll-ueber-genehmigungspraxis-des-amtes-fuer-oeffentliche-ordnung-diskutieren/

 

 

http://www.badische-zeitung.de/freiburg/veranstalter-sagen-schlossbergfest-ab-und-kritisieren-die-stadtverwaltung--59406531.html

 

 

 

http://www.badische-zeitung.de/freiburg/muenstereck-von-wegen-zufall--59427105.html

 

 

FILZ-Pressemitteilung, 16. 5. 2012

 

 

Die Freiburger Initiative gegen Lärm und Zwangsbeschallung ist von den Festabsagen in diesem Jahr positiv überrascht. Allerdings betreffen die hohen Auflagen des Ordnungsamtes, die von den Veranstaltern als Grund für die Absagen genannt werden, die Sicherheit, nicht den Lärm. Insofern scheint noch kein Umdenken bei der Stadtverwaltung stattgefunden zu haben. Im Ergebnis bedeuten die Absagen dennoch eine Entlastung für die lärmgeplagten Anwohner. „Um das Image Freiburgs als Stadt der Rücksichtslosigkeit, des Lärms und der öffentlichen Besäufnisse wäre es jedenfalls nicht schade”, sagt Dr. Klaus Miehling, der Vorsitzende der Initiative.

 

 

 

 

 

 

10. 5. 2012

 

 

Uns erreicht ein Anruf aus dem Stühlinger: Ein Mieter terrorisiert die Hausgemeinschaft seit Jahren mit Lärm, Beleidigungen und sogar Morddrohungen. Vermieterin ist die Freiburger Stadtbau GmbH, deren Aufsichtsratsvorsitzender unser Oberbürgermeister ist. Obwohl der Stadtbau das Problem längst bekannt ist, nimmt sie den kriminellen Mieter in Schutz.

Eines der Opfer hat eine Netzseite eingerichtet:

http://boeser-geist.beepworld.de/

 

 

 

 

 

8. 5. 2012

 

 

 

 

Gute Nachricht: Kein Rudelglotzen im Eschholzpark während der Fußball-EM!

 

Die Stadt bedauert (!) die Absage des Veranstalters. Immerhin: Der Ganter-Biergarten komme aus Lärmgründen (!) nicht in Frage. Wie ein Kommentator richtig schreibt: "Das ist ja mal was ganz Neues in UnFreiBurg."

 

 

http://fudder.de/artikel/2012/05/08/fussball-em-public-viewing-im-eschholzpark-vom-veranstalter-abgesagt/

 

Reaktion eines FILZ-Mitgliedes: "Einerseits ja eine gute Nachricht, andererseits sind die Beweggründe nicht gerade in unserem Sinne, m.a.W.: Die Lärmbelästigung ist
zweitrangig und deshalb kann das Übel fröhliche Auferstehung 'feiern'. Mir graut schon vor dem Sommer."

 

 

 

 

 

 

31. 4. / 1. 5. 2012

 

 

„Das […] traditionelle alternative Straßenfest im Freiburger Stadtteil Grün läuft bereits seit der Vornacht. Weil es den Anwohnern in den vergangenen Jahren zu laut wurde, hat die Polizei die Genehmigung für die Festnutzung versagt, dadurch entfällt allerdings vor allem das nachmittägliche Kinderfest, die 1000 bis 2000 Maifeierer sind trotzdem wie immer da. Und in der Nacht wieder zu lange zu laut – die Polizei jedenfalls räumt die Straßenkreuzung mit den letzten verbliebenen Gästen gegen zwei Uhr nachts.“ (Der Sonntag, 6. 5. 2012, S. 2)

 

25. 4. 2012 
 

Heute ist der internationale Tag gegen Lärm:

www.tag-gegen-laerm.de

 

1. 4. 2012 
 

Leider kein Aprilscherz:  

„Am 1. April 2012 fällt der Startschuss für den 9. Freiburg-Marathon. […] Das Lauffest steht wieder unter dem Motto ‚run & rock‘, entlang der 21-Kilometer-Schleife werden erneut viele Musikgruppen für Unterhaltung sorgen.“ (Amtsblatt, 24. 2. 2012, S. 7) 

Reaktion eines Anwohners: "Band jetzt direkt vorm Fenster und damit etliche Meter abseits von der Strecke -> Flucht aufs Land unumgänglich. Band -> Import aus Heidelberg. Die Leute taten dann auch noch auf unschuldig, als ob sie gar nichts dafürkönnten, als ob sie bloß ihre 'Pflicht' ableisten würden, wie ein Handwerker, der halt mal Lärm
machen muß."

 

 

 

5. 3. 2012

 

"Stadt begrüßt Zusagen zur Finanzierung des zusätzlichen Lärmschutzes an der Rheintalbahn":

 

 

http://www.freiburg.de/servlet/PB/menu/1258516_l1/index.html

 

 

 

18. 2. 2012
 

Schreiben an die Augenklinik:

 

Sehr geehrter Herr Prof. [...], sehr geehrter Herr Prof. [...],

uns erreichte die Beschwerde einer Patientin, die neulich in der Augenklinik eine ambulante Operation hatte. Im Warteraum lief „Schlagergedudel“, das immerhin auf ihr Bitten hin abgeschaltet wurde.

Nach der Operation lief im Warteraum eine CD, und der Patientin wurde gesagt, wenn es ihr nicht gefalle, könne sie ja im Hauptgebäude warten. So musste sie „mit feuchten Haaren von Spül- und Desinfektionsmitteln die wenigen Meter durch die Eiseskälte zum Hauptgebäude“ laufen. „Dort war es sehr kalt, es wurde gebaut mit entsprechender Lärmentwicklung.“

In einer Klinik sollte bekannt sein, dass Musik nur dann eine positive Wirkung auf Patienten hat, wenn sie erwünscht ist. Musik sollte daher nur gezielt für einzelne Patienten nach Absprache eingeschaltet werden.

Dass die Musik beim zweiten Mal nicht abgestellt wurde, zeugt von Rücksichtslosigkeit und therapeutischer Unkenntnis Ihres Personals. Wir bitten Sie, Ihre Mitarbeiter anzuweisen, die Zwangsbeschallung von Patienten zu unterlassen.

Mit bestem Dank und freundlichen Grüßen

Dr. Klaus Miehling

FILZ

 

Antwort:


 

Sehr geehrter Herr Dr. Miehling,

vielen Dank für Ihre e-mail, in der Sie uns über die Beschwerden einer Patientin informieren, die sich im einem unserer Wartebereiche vor einem ambulanten Eingriff durch Musik gestört fühlte. Wir stimmen Ihnen vollkommen zu, dass Musik ein sehr individuelle Wirkung auf Menschen in Stresssituationen haben kann und nur gezielt eingesetzt werden soll.

Entsprechend ist der angesprochene Wartebereich im ambulanten Op-Zentrum auch der einzige, in dem die Möglichkeit besteht, Musik zur Entspannung anzubieten. Die bisherigen Erfahrung und Rückmeldungen anderer Patienten sind was die Auswahl der Musik und vor allem deren Lautstärke angeht durchaus positiv; auf Patientenwünsche wird dabei soweit wie möglich eingegangen, so dass es mir schwer fällt, die Vorwürfe bezüglich Rücksichtslosigkeit unserer Mitarbeiter nachzuvollziehen.

Wir sind gerne bereit, die Beschwerde der Patientin mit den betroffenen Mitarbeitern zu besprechen. Dazu wäre es aber hilfreich, weitere Details wie das Datum und die Uhrzeit des Aufenthalts in unserem Haus zu erfahren. Darf ich darum bitten, dass die von Ihnen vertretene Patientin sich direkt

mit uns in Verbindung setzt? Sie kann dies schriftlich tun oder aufwandsarm online unser ‚PatientenEcho‘ nutzen:

http://www.uniklinik-freiburg.de/ip/live/patientenservice/PatientenEcho.html

Mit freundlichen Grüßen,

[...] 

 

 

 

5. 2. 2012

 

  

 

 

 

„Tuning Convention“ – die Messe auch für rollende Diskotheken

 

 

Bericht in Der Sonntag:  

 

http://img.der-sonntag.de/dso-epaper/pdf/DS_frs_05.02.2012.pdf (Dort S. 3)